Originaltitel: Black Ice. USA, 1994. Regie: Stan Brakhage. Farbe. 3 Min.
Als eines Tages Filmemacher Stan Brakhage eines Tages schmerzhaft auf dem tückischen, gefährlichen kanadischen "Schwarzen Eis" ausgerutscht ist, verlor er bei dem Aufprall beinahe sein Augenlicht. Brakhage wurde an beiden Augen operiert. 1994 ließ er sich von diesen Ereignissen zu seinem Experimentalkurzfilm "Black Ice" inspirieren.
"Black Ice" geht knapp zwei Minuten und wirkt wie ein Kaleidoskop voller schwarzer Farbe und weißen, blauen, roten Fragmenten in sich. Zu Anfang sehen wir nur weiße Farbe, doch dann beginnt der Trip in die Welt von "Black Ice". Bis auf ein verzerrtes Auge zu Anfang, gibt es in dem Rest von "Black Ice" keine uns bekannten Formen zu entdecken. Handgemalte Muster, Zacken und Flecken auf dem schwarzen Film, stellenweise gezoomt, formen sich zu einem unverständlichen, aber wunderschönen Filmereignis zusammen.
Vielleicht ist "Black Ice" nur aufgrund der tragischen Anekdote Brakhages so im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit innerhalb seines über 300-Film-starken Schaffens, denn "Black Ice" ist durchaus schwächer als vergleichbare Filme, wie etwa "Delicacies of Molten Horror Synapse" oder "Eye Myth".